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Sign Up Forum Show Words Show Sentences Other Links Blog Posts Contact Us | Annotated German Texts Der Vorleser (Film) The reader (movie) Der Vorleser ist ein deutsch-US-amerikanischer Kinofilm aus dem Jahr 2008. Er basiert auf dem 1995 erschienenen, gleichnamigen Roman von Bernhard Schlink, der von einem 15-jährigen Schüler handelt, der eine Liebesbeziehung mit einer zwanzig Jahre älteren Frau eingeht, die sich später als ehemalige KZ-Aufseherin herausstellt. Das Drehbuch, das unter Mitwirkung des Autors entstand, wurde vom oscarnominierten Dramatiker David Hare geschrieben und hält sich eng an die literarische Vorlage. Der Film wurde unter der Regie des ebenfalls oscarnominierten britischen Regisseurs Stephen Daldry fast ausschließlich in Deutschland gedreht und startete am 10. Dezember 2008 in den US-amerikanischen Kinos. In Deutschland startete der Film am 26. Februar 2009. Die Rahmenhandlung des Films spielt im Jahr 1995. Der Rechtsanwalt Michael Berg trifft sich mit seiner Tochter Julia, fährt mit ihr zum Grab seiner ersten Liebe Hanna Schmitz und erzählt ihr, zum ersten Mal überhaupt, von sich und Hanna. Im Jahre 1966 beobachtet Michael im Rahmen seines Jurastudiums einen Prozess gegen mehrere ehemalige KZ-Aufseherinnen in Mannheim. Unter ihnen ist seine ehemalige Geliebte Hanna Schmitz. Sie macht unbegreifliche Aussagen. Zur Begründung des barbarischen Umgangs mit den KZ-Häftlingen gibt sie banale Motivationen an. So rechtfertigt sie etwa mit naiver Ernsthaftigkeit die Selektion von Häftlingen zur späteren Vergasung damit, dass man zu wenig Platz im Lager gehabt habe, um alle Häftlinge unterzubringen. Den Tod von 300 jüdischen Häftlingen in einer brennenden Kirche erklärt sie so, dass die Aufseherinnen den Häftlingen nicht hätten helfen können, weil sie das dann entstehende Chaos nicht hätten bewältigen können. Gegen Ende des Prozesses beschuldigen die anderen Aufseherinnen Hanna Schmitz, die Hauptverantwortung für den Tod der 300 Häftlinge getragen zu haben. Dies soll durch eine Handschriftenprobe von Schmitz belegt werden, die direkt vollzogen werden soll. Anstatt ihre Scham zu überwinden und zuzugeben, dass sie weder lesen noch schreiben kann, bestätigt sie die Anschuldigungen. Michael realisiert zu diesem Zeitpunkt, was Hannas Geheimnis ist, und ihm wird klar, dass dies der Schlüssel zu vielen ihrer Handlungen ist: ihrem Eintritt in die SS, der Tatsache, dass sie sich sowohl von KZ-Häftlingen als auch von Michael aus Büchern vorlesen ließ, ihrem plötzlichen Verschwinden im Jahr 1959 und auch ihrer fatalen Übernahme der Hauptverantwortung im Prozess. Er ringt mit sich, das Gericht auf diesen wichtigen Umstand hinzuweisen, bringt es aber letztlich nicht fertig. Er begründet sein Nicht-Handeln mit dem Argument, dass Hanna die Bloßstellung ihrer Schwäche durch ihn auch nicht gewollt hätte. Der Prozess endet damit, dass Hanna Schmitz zu lebenslanger Haft, die anderen Aufseherinnen nur zu etwas mehr als vier Jahren verurteilt werden. Im Jahr 1976 nimmt Michael, dessen Ehe gerade zerbrochen ist, den Kontakt zu Hanna im Gefängnis auf, indem er ihr Tonbandkassetten schickt, auf denen er für sie erneut aus Werken der Weltliteratur vorliest. Mit Hilfe dieser Aufnahmen bringt Hanna sich selbst das Lesen und Schreiben bei und beginnt, Michael kleine Briefe zu schreiben. 1988 bittet die Gefängnisleitung Michael Berg darum, sich der kurz vor der Entlassung stehenden Hanna anzunehmen, da diese nach 20 Jahren Haft weder Verwandtschaft noch Bekanntschaft hat. Berg zweifelt zunächst, lässt sich aber dann doch darauf ein. Schließlich besucht er die stark gealterte Hanna Schmitz kurz vor ihrer Entlassung im Gefängnis. Michael verhält sich relativ kühl und teilt Hanna mit, dass er ihr eine Wohnung und Arbeit besorgt hat und sie in einer Woche abholen werde. Noch vor ihrer Entlassung begeht Hanna Schmitz Selbstmord. In ihrem Testament beauftragt sie Michael, ihr erspartes Geld aus einer blechernen Teedose sowie 7.000 DM von ihrem Konto einer der zwei Überlebenden des Kirchenbrandes zu übergeben. Diese Frau, Ilana Mather, lebt jetzt in New York. Einen Aufenthalt dort nutzt Michael zu einem Besuch. Ilana Mather zeigt sich reserviert und lehnt Michaels Versuche, Verständnis für Hanna Schmitz zu wecken, weitestgehend ab. Auf seine Information, dass Hanna Schmitz Analphabetin war, geht sie kaum ein. Hanna Schmitz' Geld will sie nicht, da das in ihren Augen einer Absolution gleich käme. Michael schlägt daraufhin vor, das Geld einer jüdischen Organisation zu spenden, die sich für Alphabetisierung einsetzt, womit Ilana Mather einverstanden ist. Für sich selbst will sie nur Hannas alte Teedose, da Ilana Mather als Kind eine ähnliche Dose hatte. For more German texts please sign up here.
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